Mittwoch, 18. Juli 2012

Die natürliche Kraft pflanzlicher Öle - Verwendung in Kosmetik und Körperpflege



Seit  Urzeiten  sind  aus Früchten oder Samen gepresste Pflanzenöle für Ernährung und Körperpflege, für Heilzwecke und Magie, für die Götterverehrung und als Salböle bekannt.
Heute werden die meisten dieser Öle erhitzt und raffiniert und daher ihrer wertvollen Inhaltsstoffe (ungesättigte Fettsäuren, fettlösliche Vitamine, u.a.m.) beraubt. Wird ein solches Öl nach alter Art, also durch kalte Pressung gewonnen und nicht raffiniert, enthält es alle Inhaltsstoffe der Ausgangspflanze und weist es einen feinen, für das jeweilige Öl typischen Duft auf. Pflanzen, deren Wirkstoffe nicht durch Pressung gewonnen werden können, entfalten ihre wohltuende Wirkung durch Einlegen von Pflanzenteilen in kalt gepresste Öle. Es entstehen die sogenannten Mazerate. Kalt gepresste Pflanzenöle und Mazerate aus kontrolliert biologischem Anbau sind das Non-Plus-Ultra in der natürlichen Körper- und Gesundheitspflege. Sie werden wunderbar von der Haut aufgenommen, schützen sie, liefern eine Vielzahl notwendiger Nähr- und Wirkstoffe, und erhalten die Haut so langfristig schön und gesund.

Hier nun eine kurze Übersicht der wichtigsten Öle:

Aprikosenkernöl (Oleum Prunus armeniacae), das farblose  bis leicht rötliche Öl aus den Samen des  in Asien wild wachsenden Aprikosenbaums, dessen Früchte in China als Sinnbild weiblicher Schönheit gelten.
Bei innerlicher Anwendung werden diesem Öl gute Wirkungen auf das Haarwachstum zugesprochen. Bei der äußeren Schönheitspflege ist  es ein ideales Massageöl, das festigend auf das Gewebe wirkt und daher auch ein vorzügliches  Schönheitsmittel bei Augenfältchen  ist.  Es  wirkt zwar relativ langsam, fördert jedoch bei regelmäßiger Anwendung die Verjüngung der Haut um die Augen.


Aloe-Vera-Mazerat – zubereitet aus in Canolaöl (Brassica oleifera) oder anderen fetten Basisölen eingelegten Blättern der Wüstenpflanze Aloe barbadensis Miller – , das sich die seit Jahrtausenden bekannten positiven Wirkungen dieses Liliengewächses in der Gesundheits- und  Schönheitspflege zunutze macht.
Bereits vor 5000 Jahren, im alten Ägypten, wurde die Aloe als  „Pflanze der Unsterblichkeit“ verehrt. Im Sanskrit heißt sie „kumari“ („Mädchen“), weil sie nach der Lehre der indischen Pflanzenheilkunde den Frauen die Energie der Jugend verleiht und von erneuernder Wirkung für die weibliche Natur ist.
Bisher konnten 450 Wirkstoffe in der Pflanze nachgewiesen werden, die bei äußerlicher Anwendung ihre wohltuenden Eigenschaften vor allem bei Wunden, Narben, Entzündungen, Verbrennungen und Strahlenschäden entfalten, der Haut die für die Erhaltung ihrer Elastizität so wichtige Feuchtigkeit spenden und ihre Entgiftung unterstützen.

Arnika-Mazerat aus in Sonnenblumenöl eingelegten Arnikablüten (Arnica montana),  ein  altbewährtes  Naturheilmittel, das für seine schmerzlindernde Wirkung bei Verletzungen, Blutergüssen, Gelenks entzündungen, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen und Muskelkater bekannt ist. Die Hochgebirgspflanze weist über 150 Inhaltsstoffe auf – u.a. Flavonoide, Carotinoide, Gerbstoffe, ätheri sche Öle und die nach Auffassung der Anthroposophie die gestaltenden und formbildenden Prozesse des Organismus unterstützende und dadurch die Selbstheilungskräfte anregende Kieselsäure.
Avocadoöl  aus den Früchten des zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) gehörenden, bis zu 15 m hohen, immergrünen Avocado-Baumes (Persea gratissima). Dieser hat seinen Ursprung in Südmexiko und wurde bereits von den Azteken kultiviert.
Im tropischen und subtropischen Zentralamerika wird die Frucht schon seit etwa 10.000 Jahren genutzt. Die Spanier brachten sie in die Karibik, nach Chile und Madeira, bis sie im Laufe des 19. Jahrhunderts Verbreitung bis nach Afrika und Madagaskar, Malaysia und den Philippinen fand. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird die Avocado auch rund ums Mittelmeer sowie weltweit in über 400 Kultursorten angebaut.
Das Öl der Avocadofrucht sowie anderer Pflanzenteile wurde bereits von den Azteken genutzt. Vereinzelt wird es als Speiseöl, überwiegend aber in der Kosmetik- und Pharmaindustrie verwendet. Die Avocadofrucht ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Das aus ihr gewonnene Öl fördert die Zellregeneration und wird sowohl für die Pflege trockener, rissiger und barrieregestörter Haut wie auch in der Haarpflege eingesetzt. Sein hoher Gehalt an Palmitoleinsäure bewirkt eine gute Verträglichkeit auch bei sensiblen und kranken Hautzuständen. Phytosterole helfen, die Barrierefunktion der Haut zu unterstützen, da sie dem in der Haut enthaltenden Cholesterin in seinem molekularen Aufbau ähneln, es ersetzen können und die Zellproduktion anregen. Das Öl verteilt sich gut auf der Haut und steigert dadurch die Wirksamkeit anderer, in einer Mischung vorhandener Pflegestoffe.

Johanniskrautöl aus der seit der Antike bekannten und bei uns heimischen Heilpflanze Hypericum perforatum, dem im frühen Israel und Ägypten die Fähigkeit zugeschrieben wurde, die menschliche Aura vor Angriffen zu schützen. 
Das Öl wird nicht durch Pressung, sondern durch Mazeration, d.h. durch Einlegen von frischen Pflanzenteilen in Oliven- bzw. Distelöl und „Reifen“ an der Sonne, gewonnen. Es färbt sich dabei allmählich rot („Rotöl“).
Heute  ist  es  - meist in Kapselform eingenommen - für  seine wohltuende Wirkung bei Nervenleiden und Depressionen bekannt.
Äußerlich wird Johanniskrautöl als Einreibung bei kleinen Prellungen, als Massageöl bei verspannter Muskulatur und geschwollenen Gelenken, und zur Linderung von entzündlichen Prozessen (z.B. Sonnenbrand) verwendet. Da das Öl den roten Farbstoff Hypericin enthält, der die Haut – je nach Dosierung – auch lichtempfindlich machen kann, sollte man sich nach einer Einreibung mit dem puren Öl nicht in die Sonne setzen bzw. die Behandlung auf den Abend verlegen. Seine stärkste Kraft entfaltet es, wenn es nach dem Mondkalender an Blütentagen geerntet wird
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Jojobaöl,
aus der immergrünen Wüstenpflanze Simmondsia chinensis gewonnen, das für die Azteken und die Indianer Mexicos ein heiliges und die Schönheit förderndes Öl war, welches u.a. auf einen Weg der Sanftheit, des Gewährens und des Verständnisses für das Wesenhafte im Selbst führt.

Das Öl, das eigentlich ein flüssiges Wachs und daher besonders haltbar ist, verfügt durch seinen Reichtum am „Hautschutzvitamin“ F über eine besondere Hautfreundlichkeit. Es dringt tief ins Unterhautzellgewebe ein, schützt die Haut vor Wasserverlust und macht sie so geschmeidig, hält sie zart, gesund und elastisch, wodurch das Hautbild verfeinert wird. Wird es Kosmetikprodukten in Kombination mit anderen Pflanzenölen zugesetzt, so erhöht es deren Haltbarkeit.

 
Granatapfelkernöl
(Punica granatum), ein besonders wertvolles Öl aus den Kernen einer der ältesten Kultur- und Gesundheitsfrüchte der Menschheit. Ihr Ursprung liegt wahrscheinlich in Asien. Von der Antike bis ins Mittelalter war der Granatapfel ein Symbol von Fruchtbarkeit und Sinnlichkeit („Liebesapfel“ – wahrscheinlich der Apfel, den Eva an Adam übergab) und galt in vielen Kulturen als heilig. In China ist der Granatapfel ein Symbol für Fruchtbarkeit und Kindersegen. Die griechische Fruchtbarkeitsgöttin Aphrodite wurde oft mit einer Granatapfelblüte in der einen und einem Granatapfel in der anderen Hand abgebildet.
Bis heute verkörpern die prallen Fruchtkammern mit dem saftig-exotischen roten Fruchtfleisch Sinnlichkeit, Fruchtbarkeit und vitale Kraft. Wurzel, Rinde, Blätter und Früchte werden seit Menschengedenken zu Heilzwecken verwendet. Die Früchte zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an bioaktiven Inhaltsstoffen und eine hohe Konzentration von sekundären Pflanzenstoffen, den sog.Flavonoiden aus. Granatapfelkernöl ist sehr reichhaltig und von dickflüssiger Konsistenz, weshalb es in der Kosmetik mit leichteren Basisölen gemischt wird. Es enthält eine Anzahl von Phytoöstrogenen, also pflanzlichen Hormonen, die eine sanftere Wirkung haben als künstliche Östrogene. Es unterstützt daher die Neubildung von Zellen und regeneriert das Hautgewebe. Durch seine faltenreduzierende und hautstraffende Wirkung wird es vorzugsweise in der Anti-Aging-Kosmetik und als Pflege für die reife trockene Haut verwendet. Seiner entzündungshemmenden Wirkung wegen wird es auch gerne bei neurodermitischer,  ekzematischer und sonnengeschädigter Haut eingesetzt.

Macadamianussöl (Macadamia ternifolia) von dem aus der Familie der Silberbaumgewächse stammenden, 12-15 m hohen und sehr langsam wachsenden Macadamia-Nussbaum. Er ist in Ost-Australien heimisch, wird inzwischen aber in vielen tropischen Regionen der Welt (z.B. Hawaii, Afrika) kultiviert.
Die Macadamianuss, auch Queensland- oder Bathal-Nuss genannt, war wegen ihres Fett- und Eiweissgehalts seit Jahrtausenden Grundnahrungsmittel der Aborigines. Sie verwendeten einerseits die sofort essbaren Sorten, zum anderen aber auch die bitteren Arten von „Kindal Kindal“ durch Zermahlen und längeres Auslaugen. Wie die Mandel ist die Macadamianuss eine Steinfrucht. Sie hat einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern und eine harte, braune Schale. Sie wächst in langen, Weintrauben-ähnlichen Rispen an den Bäumen. Erst 1877 wurde  die  Nuss von  Europäern im Regenwald  entdeckt (und nach dem Forscher John MacAdam benannt). Wegen des schwierigen Anbaus, der komplizierten Weiterverarbeitung – die Schale ist extrem hart - und insbesondere der gestiegenen Nachfrage gehört die Macadamia heute zu den teuersten Nüssen der Welt – daher auch die Bezeichnung „Königin der Nüsse“.
Das nussig duftende Öl wird aus den Samen der Früchte (Nüsse) gewonnen. Aufgrund der hohen Konzentration an ungesättigten Fettsäuren (~80%) und seines Gehalts an Vitaminen (B) und Spurenelementen (Eisen, Phosphor, Calcium) ist es das hochwertigste aller Speiseöle (cholesterol senkende und antioxidative Wirkung.) Durch seinen hohen Gehalt an Palmitoleinsäure (~20%), die normalerweise in solchen Mengen nur in tierischen Fetten zu finden ist, ist das Öl auch besonders hautverträglich. Es dringt leicht in die Haut ein, verleiht ihr einen seidig glänzenden Charaker und bewirkt eine starke Hautglättung. Wegen des hohen Anteils an entzündungshemmenden Wirkstoffen ist Macadamia-Nussöl auch besonders bei empfindlicher, irritierter oder entzündeter Haut zu empfehlen. Wegen seiner straffenden Wirkung dient es vor allem zur Pflege trockener, rissiger und spröder Haut und als Anti-Falten-Mittel. Es weist ausserdem einen Lichtschutzfaktor von 3-4 auf.
Neben seinem Einsatz in Hautpflegeprodukten ist es auch ein bewährtes Öl für die Pflege von sprödem und trockenem Haar. Nach dem Bad oder der Dusche sparsam in die noch feuchte Haut massiert ist Macadamianussöl eine hervorragende Spezialpflege.

Mandelöl (Prunus dulcis) aus dem in den Mittelmeerländern, in Vorderasien, China, Kalifornien und Brasilien heimischen Mandelbaum, das nach assyrisch-babylonischen, phönizischen und kanaanäischen Dokumenten seit alten Zeiten zu den am meisten verehrten pflanzlichen Ölen gehört.
Die Griechen glaubten, es verleihe dem Wesen und der Haut göttlich milden Glanz. Heute noch gilt es in der chinesischen und tibetischen Medizin als Mittel, die Notwendigkeit des Gleichgewichts im  Organismus als Naturbotschaft ins Bewußtsein zu tragen.
Das süße Öl des Mandelbaums – nicht mit Bittermandelöl zu verwechseln – gehört heute in der Naturkosmetik zu den Basismitteln: als Massageöl macht es die Haut zart und sanft wie die eines Babys; in Hautcremes ist es universell, pflegend von Kopf bis Fuß; in Haarpackungen gibt es dem Haar Glanz und Kraft; in der Babypflege ist es das Mittel der Wahl.

Nachtkerzenöl aus den Samen der ursprünglich in Nordamerika heimischen und bei uns im 17.Jh. eingeführten Pflanze Oenothera biennis, die für die Naturvölker ein wertvolles Heilmittel für die körperliche und psychische Vitalität, insbesondere nach traumatischen Erlebnissen, war.
Innerlich eingenommen ist das Öl heute u.a. bekannt als Regulativ  für  das weibliche Hormonsystem und als Unterstütstützung bei Neurodermitis.
Äußerlich angewandt wirkt es verjüngend und heilend. Bemerkenswert  sind  auch seine Fähigkeiten, auf  den Haarwuchs einzuwirken. Es stimuliert die Vitalität der Haarfollikel und regt sie zu neuem Wachstum an.
In Hautcrèmes wird es wegen seiner dichten Konsistenz vorzugsweise mit süßem Mandelöl vermischt. Es wirkt in dieser Kombination heilend und verjüngend auf die Haut.
Ringelblumen-Mazerat aus den in Oliven-, Distel- oder Sonnenblumenöl eingelegten Blüten der in zahlreichen ländlichen Gärten wachsenden Calendula officinalis, die als Heilpflanze und Küchenkraut eine jahrhundertealte Tradition hat.
Griechen und Römer verwendeten sie vorzugsweise bei Brandwunden, Hildegard von Bingen empfahl die innerliche Einnahme bei Verdauungsstörungen. Sebastian Kneipp behandelte damit Geschwüre und Flechten.
Die Ringelblume fördert die Wundheilung, hilft bei Schwellungen, Quetschungen und durch einseitige Belastung hervorgerufenen Muskelverspannungen, weiters bei unreiner, nervöser, rissiger, trockener und schuppiger Haut. Sie wirkt entzündungshemmend, beruhigend, durchblutungsfördernd  und  erhält  die  Haut  jung und   geschmeidig, da sie die Neubildung von Hautzellen fördert. Sie wird daher häufig zur begleitenden Therapie und zur Nachbehandlung von Akne, Cellulite und Falten sowie in Hand- und Fussbalsamen eingesetzt.

Sanddornöl aus den Beeren des ursprünglich im Altai-Gebirge, der mongolischen Steppe und dem tibetischen Hochplateau heimischen und heute in ganz Eurasien verbreiteten Sanddornstrauchs (Hippophae rhamnoides), der in vielen medizinischen Traditionen als Vermittler kosmischer Licht- und Wärmekräfte geschätzt wird.
Die in der Sanddornbeere in hohem Maß enthaltenen Vitamine und Spurenelemente (ACE-Komplex, B12, E, Beta-Carotin, Zink Kupfer, Eisen, u.a.) machen aus der Pflanze u.a. einen wichtigen Radikalenfänger. Vitamin 
und B12 sind als wasserlösliche Vitamine im für die Kosmetik verwendeten Sanddornfruchtfleischöl  nicht enthalten,  wohl  aber  Vitamin E  und  Beta-Carotin, die einen hervorragenden  Schutz  vor  Hautalterung auf grund von Umwelteinflüssen, insbesondere UV-Bestrahlung, bieten, das Feuchthaltevermögen der Hornschicht verbessern und die Zellerneuerung fördern. Bioflavonoide verbessern die Versorgung der Hautzellen, machen die Haut geschmeidig und vermindern allergische Reaktionen  sowie entzündliche Prozesse, während ungesättig te Fettsäuren  einen  positiven  Einfluss bei Ekzemen und Trockenheit von Haut  und Haar haben und  gute Erfolge bei der Wundheilung und der Verhornung zeigen. Aufgrund all dieser Eigenschaften wurde das Öl u.a. zur Behandlung der Strahlenschäden nach Tschernobyl verwendet.
Bei zusätzlicher oraler Einnahme ist es auch wirksam gegen bestimmte Formen der Sonnenallergie. Vor Saisonbeginn kurmäßig eingenommen bereitet es die Haut auf vermehrte Sonneneinstrahlung vor, so dass Sonnenschutzmittel mit einem wesentlich geringeren Lichtschutzfaktor verwendet werden können. Sanddornöl besitzt weiters, durch seine Fähigkeit zur Lichtabsorption, die Eigenschaft, sich im Unterhautfettgewebe und in der Hornschicht der Haut anzureichern, wodurch es einen Farbausgleich bei Pigmentstörungen bewirken kann, und zwar sowohl bei Unterpigmentierung („Weissfleckenkrankheit“) als auch bei Überpigmentierung („Altersflecken“, Sommersprossen, Leberflecke).

Sesamöl aus den Samen der in Südostasien, China, Ostindien und Afrika heimischen Pflanze Sesamum indicum,  die  zu den ältesten ölhaltigen Pflanzen zählt.
In Asien wird sie als göttlich betrachtet, ist eine beliebte Opfergabe  und wurde  zum  Weihen von Werkzeugen und Instrumenten, zum Polieren von wertvollen Steinen und Schmuckstücken verwendet. Es ist eines der für Ayurvedabehandlungen am häufigsten eingesetzten Öle.
Innerlich eingenommen setzt Sesamöl die Hitze im Körper herab, beruhigt die Nerven und entspannt  die  Augen- und die Verdauungsmuskulatur. Es  ist  sehr   hautfreundlich,   hat  einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 3-4 und bewahrt die Haut vor dem Austrocknen, so dass es besonders gern in Sonnencrèmes eingesetzt wird.

Weizenkeimöl (Triticum vulgare) aus den in den Körnern enthaltenen Wei zenkeimen, ein dünnflüssiges, goldgelbes und angenehm nach Getreide riechendes Öl mit einem hohen Gehalt an Pflanzenlecithin und Vitamin E.
Es gehört zu den wertvollsten Heilölen und ist für
die Haut eine Wohltat, denn es hilft, sie frisch, vital und lebendig zu erhalten, trägt tote Hautschüppchen  ab, und  gibt dem  Körper das Gefühl, dass er mit Liebe und Bewußtheit gepflegt wird. Wunderbar  wirkt  es  als  Ganzkörper packung, als Massageöl, als Gesichtspackung, und als warme Ölkompresse bei trockener Haut. Auch für die Einarbeitung in Hautcrèmes eignet es sich gut.

Wermut-Mazerat aus den in kalt gepresstes Oliven- oder Distelöl eingelegten Wermutpflanzen (Artemisia absinthium).
Die Wermutpflanze wurde von den Mönchen des Mittelalters bereits in den Klostergärten kultiviert. Sie gehört zu den meist beschriebenen und auch verwendeten Heilpflanzen. Das arzneilich verwendete Wermutkraut ent hält eine Fülle von Wirkstoffen wie das ätherische Öl, eine große Menge an Bitterstoffen, organische Fruchtsäuren  und auch Mineralstoffe.
Wermut-Öl findet in der Volksmedizin und in der „Hildegard-Heilkunde“ bei Erkrankungen der Lunge und bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wie zum Beispiel bei Arthrosen Verwendung.

All diese Pflanzenöle sind Rohstoffe der Pflegeserie Amyris-lust auf Duft. Mehr darüber unter www.amyris.at

(Quellen: Stephanie Faber: „Geheimnisse der Heilkosmetik“ und Sylvia Luetjohann : „Sanddorn – starke Frucht und heilsames Öl“)

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